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Visuelle Darstellung:

Gedanken sichtbar machen und die Einprägsamkeit steigern!
Wohltätigkeitsprojekt, Non-Profit-Organisation, winzige Menschen passen Puzzle in Herzform

© limeart/iStock/Getty Images Plus

Mit dem bisherigen Wissen der Methodik-Maschine können wir unsere Trainings schon außerordentlich professionalisieren. Geplante oder spontane Veränderungen der Denkformen, Sozialformen und Lernorte unterstützen nicht nur unsere Lehrwirksamkeit, sondern auch die Lernzufriedenheit.

Das vierte Element einer pädagogischen Methode ist die visuelle Darstellung. Von der Aufgabenstellung über die Erarbeitung der Ergebnisse bis hin zum abschließenden Gesamtbild stellt sich für uns immer wieder die Frage: Wie mache ich die Gedanken sichtbar? Wir beleuchten hier nicht die Prinzipien gelungener Präsentationen. Vielmehr machen wir uns bewusst, welche Medienvielfalt wir zur Verfügung haben. 

Sichtbar oder vergänglich? Erstmal die Grundsatzfrage

Gesagt ist nicht gehört ist nicht verstanden... diese Einsicht bringt eine Grundsatzentscheidung ans Licht: Müssen wir als Dozentinnen und Dozenten jeden Gedanken für alle durch Aufschreiben etc. sichtbar machen? Oder reicht eine mündliche und vergängliche Themenbearbeitung aus? Ob eine thematische Fragestellung und die daraus resultierenden Antworten immer für alle sichtbar gemacht werden müssen, lässt sich nur in der Situation beantworten. 

Ihre Visualisierungswerkzeugkiste

A-Formate

Hier geht es um alle papierbasierten Möglichkeiten der Visualisierung: Vom herkömmlichen A-4-Arbeitsblatt bis hin zur Flipchart oder Pinnwand. Führen wir diesen Gedanken bis zum Ende, können wichtige Merksätze oder dergleichen auch in kleineren oder kleinsten Formaten (A5, A6, ...) erstellt werden, sodass z.B. ein Lernkartensystem daraus entsteht. Oder wir erstellen wandfüllende Lernposter, was z.B. bei komplexen Themen oder Prozessdarstellungen sinnvoll ist. 

Whiteboard/Smartboard

Diese Medien eignen sich hervorragend für spontane Visualisierungen. Die Lernwirksamkeit erhöhen wir durch aussagekräftige Überschriften, klare Strukturierungen, bewusste Farbwahl und natürlich eine attraktive Handschrift. Mit ein wenig Übung (und/oder der passenden Fachliteratur) können wir sogar einfache metaphorische Zeichnungen wie z.B. Leuchttürme, Türen, Straßen etc. situativ scribbeln und so eine noch tiefere Verständnisebene ermöglichen.  

Skript/Fachbuch 

Gerade komplexe Gedanken, die absolute Genauigkeit und fachkompetente Haarspalterei erfordern (Gesetzestexte, Tabellen, Schaubilder, ...) ist es sinnvoll, dass wir auf die einschlägige Fachliteratur oder vorgegebene Skripte zurückgreifen. Aber Achtung: Vorlesen lassen erinnert meiner Ansicht nach zu sehr an Schulunterricht. Auch sollte das Training nicht in eine bunte Markierungsorgie seitens der Lernenden ausarten, denn dafür ist die Unterrichtszeit zu wertvoll. 

Digitale Medien 

Wie sehr wir digitale Textbände und dergleichen in die Methodik einbeziehen, kann nur situativ beantwortet werden. Die bewusste Integration des Smartphones ist eine weitere Möglichkeit, digitale Medien in die Methode zu integrieren. Eigenständige Recherchen im Internet, gezieltes Befragen eingängiger KI-Systeme oder die Einbindung moderner Befragungsmöglichkeiten wird von vielen Lernenden in der Regel überaus begrüßt. 

Alles andere 

Auch bei der Medienwahl gilt, dass unserer Kreativität keine Grenze gesetzt ist: Ob praktische Anschauungsbeispiele oder individuelle Gegenstände, die ein Thema begreifbar auf den Punkt bringen – wenn es dem Verständnis dient (und niemanden beleidigt), ist es gut. 

Zum Mitnehmen: Ihr kurzer VisualisierungCheck

Werfen Sie einen Blick auf Ihre Trainingspläne. Wie erhöhen Sie die Sichtbarkeit Ihres Themas noch einmal deutlich? Manchmal ist weniger mehr! Und manchmal ist mehr einfach mehr!

Viel Spaß, alles Gute und bis zum nächsten Mal, Ihr 

Unterschrift Gregor Kern

© Gregor Kern

 

Kern_Dr_Gregor

© Neele Fütterer

Über den Autor

Dr. phil. Gregor Kern

Ausbildung zum Großhandelskaufmann, danach Studium der Pädagogik einschließlich Promotion.
Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen:

  • Lernen erwachsener Menschen
  • Zusammenarbeit, Kommunikation, Führung

Dr. Kern arbeitete viele Jahre für verschiedene IHKs im Bereich der beruflichen Bildung, zuletzt als pädagogischer Leiter des IHK-Bildungszentrums in Karlsruhe. Seit 2016 ist er freiberuflicher Trainer, Berater und Coach.

Meine Website: www.gregor-kern.de

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